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Dozentenprofil: Meike Hohenwarter

 

Name: Meike Hohenwarter

Wohnort: Wien

Fachliche Schwerpunkte: Life & Business Coach, Autorin, Video Creator

 

 

Welche Kurse unterrichtest du?

Seit wann bist du Udemy-Dozent?

Seit Ende November 2015

Wie hast du zu Udemy gefunden und was hat dich dazu bewegt einen Kurs zu erstellen?

Ich habe schon Kurse auf Udemy belegt, da gab es noch gar keine deutsche Oberfläche. Ich hatte seither immer mal den Gedanken, auf Udemy zu unterrichten, vor allem seit ich 2014 selbst mit dem Erstellen von Kursen begonnen hatte (die ich zuerst mal auf meiner eigenen Webpage anbot).

Was gefällt dir an Udemy am besten?

Ich denke der wichtigste Grund, warum ich auf Udemy bin ist, dass es meinen Markt erweitert – ich erreiche Menschen, die ich alleine mit meinem Marketing nicht erreichen würde. Da ich auch auf Englisch unterrichte bedeutet das mehr oder weniger die ganze Welt.

Was für mich auch sehr wichtig ist, sind die Reviews. Ich verkaufe meine Kurse ja auch auf meiner eigenen Webseite, doch letzten Endes muss mir dort kein potenzieller Käufer glauben, dass das, was ich sage stimmt. Wenn ich aber in etwas über einem Jahr auf Udemy über 600 Reviews mit einem Schnitt von 4,7 erhalten habe, dann sagt das schon etwas aus.

Wie entscheidest du dich für ein Thema für einen neuen Kurs?

Ich habe noch Themen für viele Jahre! Bist du erst einmal drinnen, dann siehst du, wo du gehst und stehst ein Kursthema. Ich lese sehr viel und bilde mich auch ansonsten ständig weiter. Wenn ich dann etwas Neues ausführlich gelernt habe, ist es mir ein Bedürfnis, dieses Wissen weiterzugeben.

Welche Audio- und Video-Ausrüstung benutzt du für die Kurserstellung?

Ich mache hauptsächlich Screencasts, da ich erstens eher kamerascheu bin und zweitens viele Jahre ein Lerncoaching-Institut geleitet habe und daher weiß, wie wichtig visuelle Anker für das Lernen und vor allem das Behalten und wieder Abrufen von Stoff sind. Daher setze ich lieber auf gut erstellte Präsentationen, als darauf dass Menschen stundenlang mein Gesicht ansehen müssen. So aufregend ist es nicht und das Gelernte wird auf diese Art schnell zum Einheitsbrei. Gut gesetzte visuelle Anker helfen viel nachhaltiger beim Lernen – und die Kunden lieben meine Präsentationen.

Für die Gelegenheiten, wo ich mich selbst filme verwende ich eine Panasonic Full HD Kamera. Ich habe mittlerweile auch Green Screen und gute Lampen. Für die Screencast nutze ich Camtasia Studio.

Audio-mäßig hat mich Udemy ziemlich aufrüsten lassen. Da bekam ich am Anfang manchmal etwas aus der Review zurück. Das ist sehr ärgerlich. Mittlerweile habe ich ein gutes Auna Mikro und mein Sohn hat mir dazu eine richtige Soundbox gebastelt, dazu noch einen Pop-Schutz. Damit passt jetzt alles.

Was sind deiner Meinung nach die drei wichtigsten Aspekte eines Udemy-Kurses, der Kursteilnehmern eine ausgezeichnete Lernerfahrung bietet?

  1. Dass der/die DozentIn weiß wovon er/sie spricht und sich schon länger mit der Thematik befasst. Nichts ist schlimmer als die Kurse, wo der Referent genau ein Buch zum Thema gelesen hat – und oft nicht einmal das verstanden hat. Ein Thema erschließt sich prinzipiell frühestens ab dem zweiten Buch. Denn erst dann beginnt man zu erkennen, dass es verschiedene Ansichten und Aspekte zu jedem Thema gibt. Das zu wissen und anzusprechen zeigt den wahren Wissens-Schatz des Lehrers. Dieser sollte den Studenten dann auch via Q n A zur Verfügung stehen.
  2. Dass der/die Dozentin auch weiß, wie man den Stoff strukturiert und didaktisch gut aufbereitet. Lernen soll immer auch Unterhaltung sein. Die Tage, als wir in der Schule mit trockener Wissensvermittlung gequält wurden sollten vorbei sein.
    Der Lehrer sollte eine klare Zielgruppe vor Augen haben, denn nur wenn der Referent weiß, welches Vor-Wissen er/sie von seinen Kunden erwartet kann er/sie die Studenten richtig abholen und deren Erwartungen erfüllen.
  3. Gute allgemeine Qualität, also gutes Audio- und Videomaterial,  schöne, ansprechende Folien, eventuell zusätzliche Ressourcen etc.

Bei Udemy können Dozenten von einem Umsatzanteil von 97% profitieren, wenn sie ihre Kurse selber vermarkten. Hast du gute Tipps für die Selbstvermarktung?

Also ich setze ja hauptsächlich auf Udemy als einen weiteren Vertriebskanal und vermarkte eher meine eigene Website. Aber wenn ich in Udemy hinein werbe, dann ist es sicher in erster Linie gut, eine Liste mit Interessenten aufgebaut zu haben, die man per Blog und Newsletter auf Aktionen aufmerksam macht. Was Social Media betrifft, finde ich Facebook am wichtigsten. Hier kann man super werben, ganz ohne Geld in die Hand zu nehmen, vor allem in Gruppen. Darüber hinaus ist es sehr sinnvoll sich etwas mit Zielgruppen und Retargeting auseinander zu setzen, denn da bekommt man für wenig Budget schon sehr viel Echo.

Ganz generell sollte man – egal in welchem Business – eine langfristige Strategie in Richtung Content Marketing fahren. Biete den potenziellen Kunden gute, interessante Inhalte – und das kontinuierlich, dann wird sich deine Liste stetig vergrößern.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus? Welche Themen würdest du gerne als Nächstes in Angriff nehmen?

Für 2017 sind hauptsächlich Kurse zum Thema Videomarketing geplant. Ich habe ja eine Firma, die Explainer-Videos erstellt (myVideo2go). Die Menschen sind immer wieder erstaunt, dass man schon auf der Software Powerpoint coole Video-Animationen erschaffen kann und gar nicht unbedingt Adobe After Effects oder ähnliches lernen muss. Daher habe ich kurz vor Weihnachten den ersten Teil einer Serie gestartet: „Powerpoint 4 Video“ ist sofort extrem gut angekommen. Davon sind mindestens fünf weitere Teile geplant. Darüber hinaus auch noch Kurse zu anderer Video-Software, wie zum Beispiel Videoscribe.

Abgesehen davon plane ich Kurse in Richtung Lernen für Erwachsene (ich habe ja lange Zeit ein Lerncoaching-Institut geleitet) und NLP (ich bin ja seit vielen Jahren NLP Lehrtrainerin).

Ich habe sooo viele weitere Kurse in Planung! Im Kopf sind sie alle, aber es dauert eben doch immer seine Zeit, bis alles fertig ist. Ich habe ja auch noch andere Geschäfte – und alleinerziehende Mutter bin ich auch noch.

Wo gibt es bei Udemy Verbesserungspotenzial, um Dozenten noch besser zu unterstützen?

Ich finde es schade, dass nur die Anfänger unterstützt werden. Ich würde mir sehr eine Mastermind-Gruppe für Dozenten mit hohen Zielen wünschen, die von einem Udemy-Mitarbeiter organisiert und moderiert wird. Jedes Franchise und Network-Marketing macht das. So wie es jetzt ist, bin ich zwar im Austausch mit ein paar anderen Dozenten, aber wirklich betreut werden wir nicht – und wir haben alle keine Ahnung davon, was Udemy als nächstes plant. Da würde ich auch sehr gerne mehr einbezogen werden.

Dozenten sind oftmals auch zeitgleich Kursteilnehmer in anderen Kursen. Was ist dein persönlicher Lieblingskurs auf Udemy?

Ja, ich schaue mir ständig selbst Kurse an, die meisten auf Englisch. Zuletzt habe ich mir einen Kurs über das Klavier spielen lernen gekauft, weil wir nächste Woche eines bekommen.

Besonders inspirierend finde ich Phil Ebiner. Ich hatte vor einem Jahr eine Kooperation mit ihm und ihm zwei Kurse übersetzt. Es ist toll, was er in seinem jungen Alter auf Udemy erreicht hat! Ein Mega-Vorbild!

Ganz toll finde ich natürlich auch Seth Godin, von ihm habe ich so ziemlich alle Bücher gelesen.

Viele weitere Dozenten haben mir geholfen, Dinge besser zu verstehen – ich liebe die Möglichkeiten, die online Lernen bietet!

Welche Ratschläge würdest du einem neuen Udemy Dozenten mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist wohl eine gute Portion Commitment! In der Facebook-Gruppe sieht man immer wieder neue DozentInnen, die einen Kurs launchen, 10 Coupon-Codes verteilen und sich das große Geld wünschen. So funktioniert das aber nicht. Man baut sich hier langfristig etwas auf und sollte sich auch nicht zurücklehnen, sondern selbst aktiv werben. Gerade am Anfang geht es darum, auf sich aufmerksam zu machen.

Eine Präsenz auf Udemy ist kein get-rich-quick-System, aber langfristig kann daraus echt ein Haupteinkommen entstehen Aber eben nur, wenn man täglich etwas dafür tut.

Für mich persönlich ist es kein „wenn nicht das, dann etwas anderes“. Ich habe mein Leben lang schon gerne unterrichtet und es macht mir große Freude, Stoff gehirngerecht und anregend darzubieten. Online zu unterrichten gibt mir die Möglichkeit, diese Passion (oder ich würde fast sagen Bestimmung) auszuleben und gleichzeitig viel mehr Menschen zu erreichen und auch viel mehr Geld zu verdienen, als ich es offline könnte.

Das Geld sollte die Belohnung sein und nicht der Grund. Ein Stück von dieser Einstellung sollte wohl in jedem Dozenten stecken, dann wird er oder sie sicher erfolgreich werden.

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