Vorteile eines Skripts

Auch den erfahrensten Dozenten gehen vor der Kamera schon mal die Nerven durch. Mit notierten Stichpunkten oder besser noch einem kompletten Skript bist du auf der sicheren Seite und kannst bei den Aufnahmen entspannt und flüssig sprechen. Damit sorgst du außerdem dafür, dass du nichts Wichtiges vergisst und vor der Kamera nicht abschweifst oder den Faden verlierst.

Deine erste Lektion erstellen

Die Einführungslektion ist mit der wichtigste Teil eines Online-Kurses, weil die Teilnehmer hier den ersten Eindruck gewinnen und daran ihre Erwartungen festmachen. Außerdem sehen sich die meisten Teilnehmer dieses Video in der Vorschau an, bevor sie sich in den Kurs einschreiben, um zu entscheiden, ob ihnen der Kurs gefällt. Die erste Lektion sollte kurz (etwa 2–4 Minuten) und prägnant sein.

Bei der Erstellung eines Skripts für deine Einführungslektion kannst du dich an den folgenden Punkten orientieren:

  • Begrüße als Erstes deine Teilnehmer. Stelle dich vor und erkläre, warum du der optimale Dozent für diesen Kurs bist. 
  • Erkläre, an welche Zielgruppe sich dein Kurs richtet. Wer zieht einen optimalen Nutzen aus dem Kurs? Welche Vorkenntnisse zum Thema sind erforderlich?
  • Setze die Erwartungen an den Kurs, indem du den Teilnehmern sagst, was sie im Kurs lernen und am Ende des Kurses können werden.

Denke daran, dass dieses Video den Teilnehmern einen ersten Eindruck von deinem Kurs und dir als Dozenten vermittelt, also leg dich ins Zeug und zeige, wie sehr dir das Thema am Herzen liegt. Je mehr du das Interesse der Teilnehmer weckst, desto motivierter gehen sie an deinen Kurs heran. Zeige deine Begeisterung, dann wirst du auch die Teilnehmer begeistern.

Profi-Tipps für die Skripterstellung

Du kannst dein Skript natürlich so schreiben, wie du willst. Wir haben hier aber ein paar Profi-Tipps für dich, die dazu beitragen, dass dein Videoinhalt klar verständlich, gut strukturiert und interessant ist:

  • In der Kürze liegt die Würze. Kurze, prägnante Sätze lassen sich bei der Aufnahme deiner Videos viel besser vorlesen und sind auch für die Teilnehmer leichter verständlich als „Bandwurmsätze“.
  • Erkläre wichtige Begriffe und Akronyme, die die Teilnehmer möglicherweise zum ersten Mal hören, und verwirre die Teilnehmer nicht mit Fachbegriffen oder Abkürzungen, die sie nicht kennen. Denke immer daran: Die Teilnehmer sind noch keine Experten in diesem Thema!
  • Achte auf gute Verständlichkeit und Barrierefreiheit. Dein Kursinhalt sollte von so vielen Teilnehmern wie möglich genutzt werden können. Beschreibe deshalb in deinem Skript auch grafische Elemente (nicht jeder Teilnehmer kann gut sehen), verwende Fachbegriffe einheitlich und vermeide Slang (nicht jeder Teilnehmer versteht die Sprache perfekt). 
  • „Sag ihnen, was du ihnen sagen wirst, sag es ihnen und dann sag ihnen, was du ihnen gesagt hast.“ Dieser Skriptaufbau, der sich für jede Lektion eignet, ist so einfach wie genial. Stelle zunächst das Konzept vor, das in der Lektion behandelt wird, erkläre dann das Konzept und fasse abschließend noch einmal die wichtigsten Aspekte des Konzepts zusammen.
  • Verwende Anekdoten, Beispiele und Reflexionsfragen, um dein Thema eindrucksvoll zu vermitteln und das Interesse der Teilnehmer wach zu halten. Durch Anekdoten und Beispiele kannst du die vorgestellten Konzepte praxisnah erklären, sodass die Teilnehmer das Gelernte mit ihren eigenen Erfahrungen verbinden können. Aktiviere die Vorkenntnisse der Teilnehmer, indem du ihnen Fragen zur Reflexion ihrer eigenen Erfahrungen stellst bzw. wie sie das Gelernte im Alltag anwenden können.
  • Trete kompetent und professionell auf, bleibe dabei aber locker, freundlich und zugänglich. Manche Teilnehmer haben vielleicht Schwierigkeiten, dem Kurs zu folgen. Ermutige die Teilnehmer, am Ball zu bleiben, und mache deutlich, dass es überhaupt kein Problem ist, wenn sie zu Beginn etwas mehr Unterstützung brauchen.

Übung macht den Meister

Denke beim Schreiben des Skripts daran, dass du die Sätze bei der Videoaufnahme laut vorlesen wirst. Daher ist es sehr hilfreich, das Skript laut mitzulesen, während du es verfasst, damit die Sätze natürlich und flüssig klingen. Einige Dozenten verwenden ein Diktierprogramm, damit sie frei und natürlich sprechen können. Wie auch immer du dein Skript erstellst, du solltest es hinterher auf jeden Fall laut vorlesen und alles ändern, was merkwürdig, gekünstelt oder holprig klingt.

Bevor du mit der Aufnahme deiner Videos beginnst, solltest du das Skript unbedingt ein paar Mal probeweise laut vorlesen, so wie es bei der Aufnahme klingen soll. Nimm dich dabei auf, damit du sehen kannst, wie du rüberkommst und ob du vielleicht etwas ändern oder verbessern musst. Wenn du dich traust, könntest du diese Aufnahmen auch deinen Freunden, deiner Familie oder Kollegen zeigen, damit sie dir sagen können, was du vielleicht noch verbessern kannst.

Bist du startklar zur Erstellung deines Kurses? Na dann los!

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