Kursgliederung ausarbeiten

Bevor du loslegst

Ein guter Ansatz für die Kurserstellung ist die Rückwärtsplanung. Dabei definierst du zuerst deine Lernziele und entwickelst dann darauf aufbauend die Kursabschnitte, Lektionen und Übungsaktivitäten. Weitere Infos zur Definition von Lernzielen findest du in unserem Leitfaden „Lernziele für deinen Kurs definieren“.

Was macht einen Kurs zu einer positiven Lernerfahrung?

Die besten Kurse sind so aufgebaut, dass die Teilnehmer:innen logisch und nachvollziehbar durch das Kursthema geführt werden, mit einer Einführung, einem Mittelteil und einem Abschluss. So können sich die Teilnehmer:innen das nötige Wissen und Selbstvertrauen aneignen. Der Kurs sollte verschiedene Lektionen umfassen und immer wieder Gelegenheiten bieten, das Gelernte praktisch anzuwenden, z. B. durch Video- und Textlektionen, Quizze, Programmierübungen, Aufgaben und Praxistests

Die Abschnitte sollten am besten jeweils einem von dir festgelegten Lernziel entsprechen und in den Lektionen behandelst du dann die konkreten Konzepte und gibst den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, den neu gelernten Stoff praktisch anzuwenden und zu üben. Achte darauf, die einzelnen Lektionen nicht zu überfrachten. Weniger ist manchmal mehr! Die Lektionen sollten nicht zu lang sein und sich auf ein bestimmtes Thema, einen Skill oder ein Fachgebiet konzentrieren.

Tipp: Versuche, deinen Kurs modular aufzubauen. Manchmal suchen die Teilnehmer:innen nach einem ganz bestimmten Skill oder nach der Antwort auf eine bestimmte Frage und interessieren sich nur für eine bestimmte Lektion oder sogar nur einen Teil dieser Lektion. Sind die Komponenten deines Kurses so aufgebaut und bezeichnet, dass die Teilnehmer:innen sofort finden, wonach sie suchen?

Kursgliederungsvorlage nutzen

Steige mit unserer empfohlenen Gliederungsvorlage sofort in den Aufbau deines Kurses ein. Diese Vorlage enthält Profi-Tipps für den Kursaufbau, damit du deinen Kurs effektiv gliedern und so eine solide Grundlage für die Kurserstellung schaffen kannst.

Die Kursgliederung entwerfen

Du kannst dir deinen Kurs als eine Art Geschichte vorstellen, die in drei große Abschnitte unterteilt sein sollte: Einleitung, Mittelteil und Abschluss. Innerhalb dieses Rahmens sollte dein Unterricht einer logischen Struktur folgen, die verständlich und klar nachvollziehbar ist. Dies sollte auch für Teilnehmer:innen deutlich sein, die nur nach bestimmten Lektionen suchen. 

Kurseinführung

Zu Beginn des Kurses liegt die Priorität darauf, die Teilnehmer:innen zu motivieren und für dein Thema zu begeistern, weil einige von ihnen vielleicht noch nicht sicher sind, ob das der richtige Kurs für sie ist. Wie lang die Einführung ist, hängt natürlich auch vom Gesamtumfang deines Kurses ab, sie sollte aber am besten nicht länger als ca. 10 Minuten sein. Gestalte den Kursanfang am besten folgendermaßen:

  • Einführungslektion:Sie sollte kurz und knackig gehalten sein und nur ca. 2 bis 4 Minuten dauern. Stelle dich vor und erkläre, warum du der perfekte Dozent bzw. die perfekte Dozentin für diesen Kurs bist. Kommuniziere klar, was die Teilnehmer:innen von deinem Kurs erwarten können, indem du ihnen sagst, was sie im Kurs lernen und am Ende des Kurses beherrschen werden.
  • Einstiegslektionen: Gib eine Einführung in das Kursthema und die Grundlagenkenntnisse, über die die Teilnehmer:innen verfügen sollten, um die in deinem Kurs vorgestellten Konzepte zu begreifen. Du kannst auch bereits einen Ausblick darauf geben, was sie am Ende des Kurses können werden, wenn sie die komplizierteren Konzepte deines Kurses verstanden haben.
  • Einstiegsaktivität: Animiere die Teilnehmer:innen, indem du gleich innerhalb der ersten Lektionen eine Aktivität anbietest. Das kann eine praktische Übung sein oder eine Aufgabe, die zum Nachdenken anregt. Auf jeden Fall motiviert es deine Teilnehmer:innen zum Dranbleiben, wenn sie von Anfang an aktiv beteiligt sind und nicht nur „konsumieren“.

Mittelteil

Das ist der eigentliche Hauptteil des Kurses. Hier unterrichtest du das Thema in seiner Gesamtheit und bietest den Teilnehmern Aktivitäten und Wissenstests, mit denen sie das Gelernte üben und ihren Lernfortschritt überprüfen können. Dieser Teil des Kurses sollte in Abschnitte gegliedert sein, die jeweils Lektionen, Übungsaktivitäten und Referenzmaterialien enthalten. Jeder Abschnitt, jede Lektion und jede Praxisaktivität sollte einem bestimmten Lernziel zugeordnet sein.

  • Abschnitte: Idealerweise behandelst du in jedem Abschnitt ein Lernziel. Achte darauf, dass die einzelnen Abschnitte logisch aufeinander aufbauen und dass du im Laufe des Kurses alle Skills vermittelst, die du den Teilnehmer:innen in den Lernzielen in Aussicht gestellt hast.
  • Lektionen: Jeder Abschnitt sollte so viele Lektionen enthalten, wie du benötigst, um den Teilnehmer:innen das Lernziel des jeweiligen Abschnitts zu vermitteln. Unterrichte immer nur ein Konzept (d. h. ein Lernziel) pro Lektion. So finden sich die Teilnehmer:innen besser im Kursablauf zurecht und können dem Kurs leichter folgen. Überfordere deine Teilnehmer:innen nicht. Wir empfehlen eine Dauer von 3 bis 6 Minuten pro Video. Das kommt besonders bei Unternehmensnutzer:innen gut an. Bei technischen oder sehr komplizierten Themen müssen die Lektionen aber möglicherweise länger sein.
  • Übungsaktivitäten und Wissenstests: Biete in jedem Abschnitt mindestens eine Übungsaktivität oder einen Wissenstest an. Damit gibst du den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden und selbst zu überprüfen, ob sie beim Erreichen der Lernziele auf dem richtigen Weg sind. Diese Aktivitäten sind sehr wichtig für effektives Lernen und die erfolgreichsten Udemy-Kurse bieten oft eine Vielzahl verschiedener Projekte, Übungsaktivitäten, Quizze und mehr an. Weitere Infos hierzu findest du in unserem Leitfaden zu Übungsaktivitäten und Wissenstests.
  • Referenzmaterialien: Notiere dir auch gleich, welche Begleitmaterialien du in den einzelnen Abschnitten hinzufügen willst. Dies könnten je nach Thema und Unterrichtsstil z. B. Checklisten, Arbeitsblätter, Vorlagen, Grafiken, PDF-Notizen, Quellcode oder auch zusätzliche Links sein.

Abschluss

Beende den Kurs mit einer Extraportion Motivation, damit die Teilnehmer:innen Lust haben, den neu gelernten Stoff direkt in der Praxis anzuwenden. 

  • Abschlusslektion: Setze auf jeden Fall eine Danksagungslektion ans Ende, in der du die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenfasst und den Teilnehmern für ihre Aufmerksamkeit und ihre Zeit dankst und ihnen vermittelst, was sie geleistet und erreicht haben.
  • Bonuslektion: Nach der Abschlusslektion kannst du auch noch eine Bonuslektion einfügen (optional). Die Bonuslektion bietet eine gute Gelegenheit, für deine anderen Kurse oder Produkte zu werben. Achte dabei aber bitte auf die Einhaltung unserer Regeln und Richtlinien für die Bonuslektion.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit unserer Kursgliederungsvorlage kannst du dich beim Kursaufbau an unseren Profi-Tipps für die Kurserstellung orientieren. Jeder Abschnitt, jede Lektion und jede Praxisaktivität sollte einem bestimmten Lernziel zugeordnet sein.
  • Stelle dich und dein Thema kurz, aber prägnant vor und animiere die Teilnehmer:innen mit einer motivierenden Einstiegsaktivität.
  • Ein Konzept, eine Lektion: Achte darauf, die Lektionen nicht zu überfrachten. So finden sich die Teilnehmer:innen besser im Kursablauf zurecht und können dem Kurs leichter folgen.
  • Die Lektionen sollten kurz sein. Viele Teilnehmer:innen bevorzugen kürzere Lektionen, besonders wenn sie wenig Zeit zum Lernen haben.
  • Vergiss nicht, genügend Übungsmöglichkeiten und Begleitmaterialien anzubieten. Die Teilnehmer:innen müssen das Gelernte üben und dann überprüfen können, wie gut sie die neuen Skills schon beherrschen. Die meisten Teilnehmer:innen bevorzugen Kurse, die viele Übungsaktivitäten und Wissenstests beinhalten. 
  • Beende den Kurs mit einer Extraportion Motivation, damit die Teilnehmer:innen Selbstvertrauen mitnehmen und Lust haben, ihre neu erworbenen Fähigkeiten direkt anzuwenden.

Weitere Ressourcen

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